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01./02.07.2017, OWL-Meisterschaften in Herford

01./02.07.2017, OWL-Meisterschaften in Herford

Lagenstaffel (2.) / v.l.: C. Kansy, B. Buttwill, E. Wagner und K. KuhlmannTrotz einiger Ausfälle SCSA-Medaillenflut bei OWL-Meisterschaften

Überragende Sprintzeiten – Johanna Heidemann erstmals unter 1:08 über 100m Freistil

„Regen macht uns nur noch härter“, zog Klaus Völcker vom SC Steinhagen-Amshausen ein charakteristisches Fazit angesichts der Schauer bei den OWL-Titelkämpfen in Herford.

69 Medaillen, darunter 20x Jahrgangs-Gold und 6x in der offenen Klasse, die Bilanz konnte sich sehen lassen, zumal den Herren ein Quintett fehlte. Dass bei den Bedingungen z.T. noch Bombenzeiten heraussprangen, darauf konnten die SCSAler zu Recht stolz sein. Besonders zuversichtlich stimmte den Coach, wie zwei seiner jüngeren Athletinnen in der offenen Klasse mitmischten: Die 14-jährige Ella Wagner (Bronze und Silber über 100 / 200m Brust) und die ein Jahr ältere Bette Buttwill (jeweils Bronze über 50 / 100m Freistil).

Im Auftaktrennen über 200m Freistil knallten Christina Cordes (Jahrgang 2001) und Bette Buttwill (2002) gleich zwei starke Bestzeiten von 2:22,24 (2.) bzw. 2:18,92 (1.) heraus.    

Johanna Heidemann über 100m Rücken    Nach Bestzeit von 1:07,96 über 100m Freistil, erstmals unter 1:08, verbuchte Johanna Heidemann (2004) auch über 100m Rücken (1:17,83) Silber. Die 5-fache Siegerin Ella Wagner holte sich beide Brusttitel zurück – extrem stark die 100m-Zeit von 1:21,24! Auf den letzten 30m der 100m Freistil zog Bette Buttwill (1:02,69/1.) unwiderstehlich ihren Konkurrentinnen davon.     

Grund zur Freude hatten Karolin Oltmanns, mit etwas freierem Kopf nach ihrem „Abi“ und Silber über 100 und 200m Brust, und Isabelle Weyland (beide 99), nach überstandener Erkältung mit Bronze über 100 und 200m Rücken.    

Mit der stärksten OWL-Sprinterin, „Karo“ Kuhlmann (95), an der Spitze, sorgten die SCSA-Sprinterinnen für tolle Triumphe.
50m Freistil (nur offene Wertung): die 100m-Siegerin Kuhlmann (26,91 Sek.) vor Buttwill (28,18/3.) und Celestina Kansy (95/28,49/4.), 50m Schmettern: Kuhlmann (28,77) vor Kansy (29,91/2.) oder 50m Brust: Kansy (35,92/3.).

Bent Buttwill (98/7x vorne, davon 3x offen) setzte auf den Coup im Freistilsprint (tolle 24,99/ 2.) mit dem 100m-Sieg (0:55,30) noch einen drauf. Erstaunlich, der 100m-Brustsieger hätte nur 5 Minuten nach dem 200m Lagensieg fast noch den 50m-Brustsprint geholt.

Nach Platz 7 über 100m Freistil holte sich Aron Csonti (99) Silber in der 4x200m Freistil-Staffel. Einen absoluten Top-Auftritt hatte 100m-Freistilsieger Robin Krieger (2000/0:56,94) als Schmetterling (tolle 1:05,49) in der Lagen-Staffel (2.). Überlegen holte sich Kevin Kailing (2001) vier Titel (je 2x Brust und Schmettern), darunter die 100m Schmettern in vielversprechender Bestzeit von 1:07,20. Rückendoppelsieger René Kuhrmann (2002) steigerte sich über 200m Freistil um 3 Sek. auf 2:20,63 (3.).

Über Platz vier (100m Brust/1:28,07) freute sich Noel Espi-Plath (2001). Marco Pöhlker (2003) bestätigte die Nominierung mit 100m-Schmetter-Bestzeit von 1:26,42. Anna Theis musste trotz guter 3:09,58 (200m Rücken) wegen Erkältung passen. Roxana Mittelberg (beide 2004) strahlte über Steigerungen: 100m (1:35,07/6.), 200m Brust (3:21,48/5.). Auf der längeren Strecke setzte Schwester Franziska (100m 1:40,70/4.) mit Bronze in 3:34,27 noch einen drauf, gefolgt von Louise Wesselmann (beide 2006) als Sechster in 3:41,83.

Die 400m Freistil zum Abschluss absolut gleichmäßig zu schwimmen, erfüllten mit Bravour: Ella Wagner (1./5:23,76), Bette Buttwill (3./5:06,02) und Christina Cordes (2./5:02,19).